Besuch in Deutschland



Das dritte Projektmeeting im Rahmen des aktuellen Comeniusprojektes fand vom 9. bis zum 12. November 2013 in Deutschland statt. Kolleginnen und Kollegen aus Finnland, Malta, Zypern und Italien reisten zum Teil mit Schülerinnen und Schülern an, um das deutsche Schulsystem sowie einige unserer UNESCO Weltkulturerbestätten kennen zu lernen. Dabei erwartete unsere Gäste ein buntes und abwechslungsreiches Programm.

 

Sehr früh begann die Planung und Organisation des Aufenthaltes in Deutschland. Das Lehrerkollegium diskutierte in Konferenzen darüber, was wir unseren Gästen bieten möchten. Arbeitsgemeinschaften wurden gegründet. Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule wurden entsprechend einbezogen und vorbereitet. Die Elternschaft wurde informiert und ebenfalls bei der Planung beteiligt. Schnell fanden sich so Gastfamilien, die unsere jugendlichen Gäste aus den Partnerländern aufnehmen wollten.

 

Am Samstag, dem 9. November 2013 landeten unsere Partnerländer in Düsseldorf und wurden von dort aus mit dem Taxi zur GGS St. Tönis Hülser Straße nach St. Tönis gefahren. An der Schule angekommen wurden die Gäste von unserem Kollegium herzlich willkommen geheißen. Der Verlauf der anstehenden Tage wurde grob skizziert, so dass noch Platz für Überraschungen blieb.

 

Sonntag früh trafen sich die Koordinatoren der teilnehmenden Länder in der Schule und legten den weiteren Verlauf des Projektes fest. Aufgaben wurden verteilt, Ziele und Termine formuliert und festgelegt. Schnell wurde deutlich, dass die fünf teilnehmenden Länder sich in den vergangenen Monaten gut kennengelernt haben und sehr motiviert und produktiv miteinander kooperieren. Während des Koordinatorentreffens hatten die verbleibenden Kolleginnen und Kollegen aus unseren Partnerländern die Gelegenheit, die Stadt St. Tönis im Rahmen einer Führung besser kennen zu lernen.

 

Mittags sollte dann der erste Ausflug zu einer deutschen UNESCO Weltkulturerbestätte stattfinden. Mit dem Reisebus wurden Gastlehrer, -kinder, -familien sowie unsere Kolleginnen nach Aachen gefahren. Dort wurde der Aachener Dom besichtigt, der als erstes deutsches Denkmal 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Sehr interessiert folgten unsere Gäste der informativen Führung.



Am Montag wurden die Gäste im Rahmen einer großen Willkommensfeier von der gesamten Schulgemeinschaft sowie von unserem Schulrat Herrn Bongartz begrüßt. Gemeinsam mit den Kindern der Schule wurde ein herrliches Programm dargeboten. Die dritten Schuljahre sangen zwei englischsprachige Lieder, die vierten Schuljahre zeigten mit Unterstützung von Herrn Adamczyk, was sie in den vergangenen Jahren im Trommelunterricht gelernt haben und ein zweites Schuljahr führte einen Tanz vor.

 

Nach dieser Begrüßungsfeier standen alle Klassenräume für Hospitationen zur Verfügung. Die Schulleitung führte die Gäste durch das Schulgebäude und berichtete hierbei über das Schulsystem, rechtliche Grundlagen sowie schuleigene Konzepte. Die Rückmeldungen der Gäste waren durchweg positiv.

 

Mittags brachte ein Reisebus unsere Gäste sowie Schülerinnen, Schüler und unsere Kolleginnen nach Essen zur Zeche Zollverein. Die mittlerweile stillgelegte Zeche und Kokerei Zollverein ist seit dem 14. Dezember 2001 eine der 911 Stätten weltweit. Der Kontrast zwischen Aachener Dom und Zeche Zollverein imponierte unseren Gästen sehr. Zwei derart unterschiedliche UNESCO-Kulturerbestätten waren für alle Beteiligten sehr sehenswert.

 

Dienstagvormittag fand ein weiteres Koordinatorentreffen statt. Thematisiert wurde hierbei in erster Linie der Aufenthalt in Italien. Im Anschluss hieran lernten die Partnerländer das Schulsystem der weiterführenden Schulen kennen. Im Michael-Ende-Gymnasium fand hierzu ein Vortrag statt. Anschließend durften Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerländern Unterrichtshospitationen durchführen. Die Gastkinder nahmen derweil am Unterricht der Sekundarstufe 1 teil.

 

Nachmittags nahmen die Partnerländer an unserem traditionellen Martinsumzug teil. Trotz Regen und Kälte war dies, wie uns im Nachhinein mitgeteilt wurde, ein beeindruckendes Erlebnis. Einige Gastländer berichteten, dass sie ein ähnliches Lichterfest gerne in der eigenen Schule feiern möchten. Mit diesem für alle Beteiligten besonderen Martinsfest ging der Aufenthalt unserer Partnerländer in Deutschland zu Ende.

 

Wir haben uns sehr darüber gefreut, unsere Gäste aus Finnland, Italien, Zypern und Malta in Deutschland begrüßen zu dürfen. Bereits heute sind wir gespannt auf den Ausflug nach Italien, der im März 2014 stattfinden wird.


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