Besuch in Malta



Das zweite Projektmeeting mit unseren Partnerländern fand vom 6. bis 10. März 2013 auf Malta statt.

 

Zwei Lehrerinnen unserer Schule (Anneli Steffes und Sigrid Klein) trafen sich dort mit den Kollegen und Kolleginnen aus Finnland, Italien, Zypern und Malta.

Am ersten Abend fand ein Zusammentreffen mit der Schulleitung, Lehrern, Eltern und Schülern in unserer Partnerschule „Santa Tereza College Boy´s Secondary School“ in Venera statt. In dieser Schule werden nur Jungen der 5.-7. Klasse unterrichtet. Gemeinsamer Unterricht von Mädchen und Jungen findet in diesem Alter auf Malta gewöhnlich nicht statt.



Zum ersten Mal waren auch Schüler aus Zypern dabei, die bereits im Rahmen des Projektes Brieffreundschaften geknüpft hatten und nun hier auf ihre Gastfamilien trafen, in denen sie während der Tage sehr herzlich aufgenommen wurden.

Bei einem Imbiss gab uns die Schule einen Einblick über ihre bisherige Projektarbeit. Eine Ausstellung zeigte viele verschiedene und sehr kreativ gestaltete Schülerarbeiten zu den Partnerländern und den UNESCO-Weltkulturerbestätten auf Malta. Auf Plakaten über Deutschland fanden wir zum Beispiel wichtige Informationen über unser Land, unsere Schule und einige traditionelle Speisen.


Am nächsten Tag bekamen wir einen Eindruck vom Unterrichtsalltag an der Schule. Er startete mit einer Begrüßungsfeier im Medienraum, bei der – nach der Eröffnungsansprache und dem Austausch von Gastgeschenken – Schüler uns in Bildvorträgen ihre Projektarbeit vorstellten und gemeinsam eine Baumcollage erstellt wurde, auf der alle Vertreter der beteiligten Partnerschulen ihre Handabdrücke als Blätter hinterließen – eine sehr schöne Idee für gemeinschaftliches Handeln und Verbundenheit.

Anschließend lernten wir bei einem durch Schüler geführten Rundgang die Unterrichtsräume und Klassen kennen. In Gesprächen mit den Schülern erfuhren wir vieles über ihren Unterrichtstag, aber noch wichtiger schien es ihnen zu sein, dass wir ihre sehr interessierten Fragen zu unserer Schule beantworteten. Auffällig war, dass die Klassenräume eher einfach eingerichtet, aber technisch gut mit PCs und Beamern ausgestattet waren.





Der Schulleiter der Primary School (Grundschule), die im gleichen Gebäude untergebracht ist, gab uns abschließend ebenfalls einen kurzen Einblick in die Räumlichkeiten und den Unterricht dort.

Während die Projektkoordinatoren aller Schulen die gemeinsame Weiterarbeit planten, hatten am nächsten Morgen die anderen Kollegen die Möglichkeit, noch einmal am Unterricht teilzunehmen.

Kernpunkte der Weiterarbeit im Projekt war die Reflexion über die bisherigen Aktivitäten und Absprachen über eine optimalere Vernetzung durch einen gemeinsamen Facebook-Account für einen schnelleren Informationsaustausch. Geplant wurde außerdem ein gemeinsames Fotobuch zur Dokumentation der Ausflüge zu den Weltkulturerbestätten, ein UNESCO-Tag, eine Videokonferenz, der Austausch von Oster- und Weihnachtskarten und kleiner landestypischer selbst hergestellter Dekorationen sowie die inhaltlichen Projektschwerpunkte des 2. Projektjahres.



Bei sonnigem Wetter ging es dann, begleitet von einer Schülergruppe, am späten Vormittag los zur ersten Weltkulturerbestätte, der „Hagar Qim Site“ (Kulturerbe seit 1992). Hierbei handelt es sich um einen von 5 großen maltesischen Tempelkomplexen, der sich – zusammen mit dem nahe gelegenen Tempel von Mnajdra – südlich von Qrendi auf einem Hochplateau am Mittelmeer befindet. Hier staunt man über die Reste von 4 Tempelanlagen, die zwischen 3600 und 2500 vor Christus entstanden sind und damit zu den ältesten von Menschen errichteten Anlagen auf der Erde gehören. In einem kleinen Museum wird die Entstehungsgeschichte dokumentiert, außerdem belegen dort Gegenstände, z.B. aus Keramik, die Nutzung der Tempelanlage durch die Zeit.

Bei einem abendlichen Rundgang durch die Landeshauptstadt Valletta konnten wir dann eine weitere Weltkulturerbestätte kennen lernen. Die faszinierende Stadt wurde im Jahr 1566 nach einem Sieg gegen die osmanische Belagerung durch die Ritter des Malteserordens als Festungsstadt gegründet. Namensgeber war dabei der Großmeister des Ordens Jean Parisot de la Valette. Sie wurde durch einen Ring aus Bastionen gesichert, die allesamt nach Heiligen benannt wurden. Dadurch und durch die Lage auf der Landzunge Monte Sciberras, eingeschlossen durch die beiden größten Naturhäfen des Mittelmeeres (Gran Harbour und Marsamxett Harbour), war sie perfekt vor Angriffen geschützt.

Im Rückblick auf unsere Tage in Malta bleiben wunderschöne Erinnerungen an die Gastfreundschaft und Freundlichkeit in diesem sonnigen Land und an interessante Einblicke in das Schulsystem sowie die Geschichte und Kultur Maltas mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten in einer malerischen Kulisse am Mittelmeer.










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